Neulich im Zwischennetz · Kurioses
Nutzloses Wissen

Rostocker Straßenleuchte RSL 1
Im Zentrum der »Blaubeerstadt« Eggesin steht seit 2002 ein Denkmal zu Ehren der Blaubeere. Beim Blaubeerfest Mitte Juli wird eine Blaubeerkönigin gekürt.
Sago wurde ursprünglich aus dem Mark der Sagopalme gewonnen, heute auch aus Wurzelknollen anderer tropischer Pflanzen, beispielsweise aus Maniok. Marco Polo brachte den ersten Sago im Jahre 1280 nach Europa.
Viele Leute finden es extrem lächerlich, dass Supermans Verkleidung als Clark Kent quasi nicht existiert und dass er trotzdem nicht von seinen Kollegen erkannt wird. Die gleichen Leute haben aber kein Problem damit, dass er ein Superwesen ist, welches fliegen kann und dessen einzige Schwachstelle Kryptonit ist.
Die Rostocker Straßenleuchte RSL 1 wurde seit Anfang der 60er Jahre hergestellt und noch bis in die 90er von einem Nachfolgeunternehmen produziert. Ab 1981 wurde das dicke Rippenglas durch dünneres Strukturglas ersetzt. Ab 1982 gab es die Leuchte für die Bestückung mit 2 NA Lampen 70 W. Seit 1990 gibt es auch Standrohre zur Montage auf Stahlmasten.
Die flugfähige Version des Hubschraubers »Airwolf« aus der gleichnamigen Fernsehserie war eine modifizierte Bell 222 mit der Seriennummer 47085. Während der Dreharbeiten gehörte er Peter J. McKernan Sr.'s Firma »JetCopters Inc.« in Van Nuys, CA, danach wurde er als Rettungshubschrauber nach Deutschland verkauft, wo er bis 1991 bei der HSD-Luftrettung als Intensivtransporthubschrauber genutzt wurde. Bei einem Einsatzflug am 6. Juni 1992 geriet die Maschine beim Flug von Köln nach Berlin in ein Gewitter und stürzte, vermutlich durch einen Blitzschlag, ab.
Jan • 22.7.2009, 6:42 Uhr
Neulich im Zwischennetz · Kulturelles · Früher
Was sind schon 3 Jahre?
Schon komische Leute, Susie Pinkawa und der dünne Mann. Aber eigentlich auch überhaupt nicht. Und sowieso: man kennt sie ja gar nicht persönlich. Und irgendwie sind sie und ihre Platte schon ganz ganz lange her. Und es war eine komische Zeit damals. Eine Zeit voller Experimente und Entdeckungen und ganz viel Musik. Denn diese fing gerade an, sich von den Neunzigern zu erholen. Und da waren sie plötzlich: Viktoriapark. Und sie kamen wie aus dem Nichts. Und ihr Album war genial. Als hätten sie nur auf den richtigen Augenblick gewartet. Als konnten sie es kaum erwarten, es besser zu machen. Besser als die gesamten Neunziger. Und irgendwie haben sie das auch geschafft. Und als man gerade süchtig war, wurde es still um Susie Pinkawa und den dünnen Mann. Sie verschwanden genauso geheimnisvoll, wie sie gekommen waren. Und scheinbar ohne eine Spur zu hinterlassen. Außer dieser überragenden Platte.
Drei Jahre später befindet sich deutsche Musik im Aufwind. Musik aus Berlin. Und irgendwie hat man plötzlich eine vielversprechende Kompilation in Händen mit lauter jungen Bands. Und plötzlich liest man »Viktoriapark« in der Titelliste. Aber es ist nur ihre Single. Nichts neues. Und dann ist da aber noch ein Titel. Ein neuer. »Ein guter Sommer«. Und er ist großartig. Und er ist der beste Grund, die Kompilation zu kaufen. Und der Sommer war wirklich gut. Und er ist vorrüber und noch immer kein Album da.
Und es vergehen wieder drei Jahre und voller Hoffnung sucht man plötzlich wieder nach mehr, doch man findet nur die erste Single und das erste Album und die letzte Single und alles nicht mehr lieferbar. Und irgendwie scheint diese komische Zeit nun endgültig vorbei zu sein. Aber es wurden Erfahrungen gemacht und Entdeckungen und es wurden Horizonte erweitert.
Nochmal drei Jahre. Und man stöbert bei Wikipedia. Und irgendwie kommt man von einem Artikel über den Kreuzberger Viktoriapark zur Discographie von »Viktoriapark«. Und man glaubt es kaum, daß es vor zwei Jahren eine neue EP gab. Und daß vor einem Jahr sogar ein neues Album veröffentlicht wurde. »Was ist schon 1 Jahr?«. Und man wundert sich, wie das alles an einem vorbeigehen konnte. Und noch bevor man die Gedanken wieder sammeln kann, sind die Platten bestellt.
Und jetzt sind sie da. Und sie sind großartig! Genial. Wieder.
Jan • 20.2.2008, 6:50 Uhr • Kommentare: 4
Neulich im Zwischennetz · Kulturelles · Früher
Was es (nicht) auf DVD gibt
Keine Panik, das gibt es auf DVD!
Wenn man einen normalen Mobilfunkvertrag hat, bekommt man regelmäßig ein neues Telefon subventioniert. Hat man jedoch keinen normalen, sondern einen wirklich nützlichen Vertrag, bekommt man keins. Dafür zahlt man so gut wie keine Grundgebühr (die ja sonst eigentlich dem Wert des subventionierten Telefons entspricht) und hat 150 Frei-SMS im Monat (wenn man Glück hat). Außerdem kann man sich sein Telefon auf dem freien Markt aussuchen und ist nicht auf das mickrige (oft) und eintönige Angebot des Anbieters beschränkt. Natürlich behält man dann sein Telefon auch viel länger, denn man hat ja nicht alle 12 Monate das Gefühl, man müsse sich jetzt ein neues aussuchen, um die Grundgebühr nicht umsonst bezahlt zu haben.
Kauft man sich schließlich nach 4 Jahren ein neues Telefon, weil das alte Display langsam flackert und die Tastatur spinnt, schaut man sich auch gleich nach neuen Ruftönen um. Die Technik ist weiter und man kann jetzt auch MP3-Titel verwenden, ohne erst umständlich in das richtige Format konvertieren zu müssen. Nun zeigt die Erfahrung, daß die mitgelieferten Töne allesamt unbrauchbar sind. Nur fürchterliche, nervende Melodien. Der klassische Klingelton (und ich meine nicht das »Universal Klingeln«, das man überall hört), der einfach nur piept oder düdelt oder dingelt oder surrt, scheint in den Augen der Hersteller nicht gefragt zu sein. Sucht man derlei jedoch im Zwischennetz, findet man auffallend viele Rufe nach den guten alten schlichten Tönen und Kritik an deren Fehlen.
Absolut verwerflich, unentschuldbar und mehr als nur peinlich ist es, Musik als Rufton zu verwenden. Dennoch stößt man im Zwischennetz mitunter auf alte Perlen, die es einem sehr schwer machen, sie nicht in Augenblicken der Schwäche zum Rufton auszuerkiesen. So fand ich den oben eingebetteten Titel und kam dann ganz schnell zu weiteren Highlights hier, hier und hier.
Leider gibt es nur letzteres auch tatsächlich auf DVD. Die ganzen Knight Riders, Airwolfs und Colt Seavers der schönen Achtziger Fernsehwelt gibt es natürlich in den hübschesten Box-Sets, sucht man aber die richtigen Klassiker, die Geheimtips, wie »Riptide«, »Stingray« oder »Space - Above And Beyond« (Achtung Neunziger!), wird man herb enttäuscht.
Bisher war es ein wahrer Segen, Ende der Siebziger geboren worden zu sein: Man war noch zu jung, um sich ernsthaft für die Musik der Achtziger zu interessieren und ist dadurch haarscharf dem Fluch entgangen, einer dieser Mittdreißiger zu werden, die auf diese unsäglichen Achtzigerparties gehen und der Meinung sind, Depeche Mode sei soetwas wie eine Offenbarung. Da die Musik der Neunziger aber noch viel schlechter und dies auch so unglaublich offensichtlich war, konzentrierte man sich bereits in jungen Jahren auf die Rosinen im Kuchen und lernte, die wenigen guten Sachen vom Mainstream-Müll abzugrenzen. Das macht anspruchsvoller.
Doch was sich bisher als großer Vorteil darstellte, entpuppt sich nun als nicht ganz so perfekt: Die vielen amerikanischen Fernsehserien der Achtziger Jahre (als die USA noch die Guten waren) haben einen in der gesamten Kindheit begleitet und sind heute soetwas wie eine Zeitkapsel, die berühmte kleine Kiste, die man als Kind mit wichtigen Erinnerungsstücken füllt und dann im Garten vergräbt. Nur mit dem Unterschied, daß die Fernsehserienzeitkapselkiste von einer Produktionsfirma gefunden wurde, die den Inhalt durch eine kleine Notiz ersetzt hat: »Diese Serie ist nicht auf DVD erhältlich! Vielleicht bringen wir sie nochmal irgendwann raus, vielleicht auch nicht.« Danke Fernsehen! Sarkastisch (diesmal)!
Jan • 6.12.2007, 6:57 Uhr • Kommentare: 1
Neulich im Zwischennetz · In eigener Sache
Fotoblog lens-flare.de
Heute erschien ein Gastbeitrag von mir auf lens-flare.de. Das ist der erste dieser Art - sowohl für mich als Gast, als auch für Steffen als Gastgeber - und ich fühle mich mehr als geehrt.
Auch hier wird es demnächst den einen oder anderen Gastbeitrag geben - das heißt, sobald ich mein CMS entsprechend erweitert habe.
Auf lens-flare.de gibt es eine beeindruckende Auswahl hochwertiger Desktophintergründe zum kostenlosen Download, außerdem viele Informationen rund um die digitale Photographie und allerlei nützliches und interessantes im Blog.
Jan • 1.11.2007, 14:45 Uhr
Neulich im Zwischennetz
Von modernen Browsern ...und dem Internet Explorer
Weee!
Wie man wohl unschwer erkennen kann, habe ich nach nur drei Monaten ein neues Design für nylle.de implementiert. Der Clou (zumindest für mich): Die Seite basiert nun zu 100% auf CSS. Nach vielen Wochen, langen Nächten und harten Kämpfen habe ich es geschafft, die klassischen und aus der Mode gekommenen Style-Tabellen zu verbannen und dennoch ein mehrspaltiges Layout zu erzeugen.
Einfach war das nicht. Zwar halten sich moderne Browser nahezu kompromislos an den w3c- und css2.0-Standard, der Internet-Explorer (IE) jedoch nicht. Stylesheets ermöglichen eine Vielzahl von Effekten und Gestaltungsmöglichkeiten und erlauben gleichzeitig eine Dynamik, mit Hilfe derer man das Design einer Seite unendlich oft und vielfältig verändern kann, ohne die eigentlichen HTML- oder PHP-Dateien anzufassen. Zumindest dann, wenn man eine Seite für sogenannte »moderne Browser« erstellt. Der IE weigert sich seit vielen Generationen und Versionen beharrlich, die international vereinbarten und festgelegten Standards zu unterstützen und korrekt zu interpretieren. Entweder es werden Eigenschaften komplett ignoriert oder völlig abartig interpretiert und dargestellt. Von den unzähligen Bugs (ja ich rede von gravierenden Fehlern in der Engine des IE) wollen wir nicht sprechen. Jeder, der sich mit Web-Entwicklung und CSS beschäftigt, wird den berüchtigten 3-Pixel-Bug oder den Box-Model-Bug intensiv kennen.
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, mit einer neuen Technologie zu experimentieren, die ich bisher aus Zeitmangel nicht anpacken konnte, allerdings habe ich während dieser Zeit den IE wirklich hassen gelernt! Das groteske daran ist, daß der weltweit am meisten genutze Browser die Standards am wenigsten unterstützt. Praktisch äußert sich das darin, daß man ständig Hacks und Workarounds einbauen muß, um einfache Darstellungen auch im IE normal aussehen zu lassen. Tatsächlich ging die meiste Entwicklungszeit genau für diesen Mist drauf.
Erschreckend kommt hinzu, daß die meisten dieser Bugs und Schwächen auch in der nächsten Version 7 des IE nachwievor enthalten sind. Offenbar legt man bei Microsoft weder Wert auf die Einhaltung von Standards noch auf die Ausmerzung gravierender Fehler. Beängstigend ist allerdings, daß sich die neue Version gerade genug verändert hat, um eine vielzahl der IE-Hacks unwirksam zu machen. Es ist nicht zu erwarten, daß die Träume der Webentwickler eines Tages wahr werden und der IE zunehmend an Marktanteil verliert, denn jeder DAU, der sich einen Konserven-PC aus dem nächsten Media Markt holt, wird natürlich mit Windows arbeiten und mit dem IE surfen ohne sich auch nur ansatzweise Gedanken darüber zu machen, daß es da draussen möglicherweise auch »moderne Browser« gibt.



